• Brigitte Büchler

Das waren meine Erfahrungen mit der Maltherapie

Aktualisiert: 29. Jan.

Autorin: R.M. aus Dulliken, 18.03.2021

Was mich an der LOM®-Therapie (Lösungsorientierte Maltherapie®) fasziniert ist, dass man sein Problem zuerst in einem ausgewählten Symbol (Viereck, Dreieck, Kreis) oder einem gezielten Gegenstand (Auto, Ballon, Stiefel…) einpackt. Das Problem wird bewusst von Anfang an eingekreist: Man wird aktiv, packt an, sucht nach dem stellvertretenden und passenden Objekt.

Das Problem wird dann mit Farben und der selbst ausgewählten Form auf dem Papier aufgetragen - aus dem Kopf - was mich sehr beeindruckt hat: Einerseits konnte ich mein Problem durch den nötigen Abstand betrachten, anderseits kam ich durch das langsame und progressive Aufbauen der ausgewählten Form mit voller Wucht wieder hinein. Es war ein «noch einmal heftiges Fühlen» und «noch einmal intensives Wahrnehmen» von etwas, das vor langer Zeit geschehen war. Und dann passierte während dem Malvorgang etwas Unerwartetes: Alles beruhigte sich. Es war vollbracht. Das Problem wurde angeschaut und nochmals gefühlt. Ich konnte es loslassen. Sehr eindrucksvoll.


Ein freies Bild das ich mit der Methode der Personenorientierten Maltherapie gemalt habe, war der Höhepunkt meiner Erfahrungen. Ich habe das Bild nicht «erdacht», es kam einfach von selber. Das Motiv war eine schwarze Sonne, die in einem Weiterverlauf mit gelber Farbe teilweise übermalt wurde. Da wurde mir durch das Bild vor Augen geführt was ich jahrelang unbewusst gemacht habe: Ich ging auf die Jagd auf alles, was inakzeptabel, abnormal, nicht gut bei mir war. Ich war unerbittlich auf Kriegsfuss mit all meinen Mängel, Imperfektionen, Schattenseiten. Ich wollte sie in mir eliminieren, ausrotten, niederkämpfen bis zur totalen Zerstörung. Diese Erkenntnis hat mich so erschreckt, dass ich auf die Sekunde mit dem Ganzen aufgehört habe. Der gelbe Anstrich über die schwarze Sonne symbolisiert für mich die innere Sonne, die ich so lange ignoriert habe. Eine Kopie vom Bild behalte ich seitdem als Talisman in meinem Portemonnaie.


Beide Maltherapie-Methoden werden von Brigitte Büchler fachlich und sehr kompetent begleitet. Sie interpretiert nicht, hat mich mit ihren Fragen in die richtige Richtung geführt und mich allein zu meinen Schlüssen kommen lassen. Ich finde beide Therapien sehr lehrreich.



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